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Mit dem Fahrrad zu den Nomaden Kirgisiens

Individuell oder in einer Kleingruppe


Gruppenreise mit Begleitauto und Dolmetscher:
Preis: 1.290 Euro p.P.
Teilnehmer: min. 4, max. 8 Personen
Datum: 
13.7. - 3.8. 2010 (Level 3)
20.5. - 10.6. und 13.7. - 8.8. 2010 (Level 4)

Als individuelle Radtour ohne Begleitauto und Dolmetscher:
Preis: 1.095 Euro p.P.
Teilnehmer: ab 2 Personen
Datum: nach Vereinbarung

Diese Reise kann mit eigenen oder mit gemieteten Fahrrädern gebucht werden. Der Preis für das Mieten der Räder ist im Gesamtpreis nicht mit inbegriffen.


Eine  dreiwöchige Fahrradtour durch eine weitgehend unberührte, wenig von Westeuropäern bereiste Landschaft. Sie werden die Kultur und das Alltagsleben kirgisischer Nomaden kennenlernen, in Jurten, den Filzzelten nomadischer Hirten übernachten und den Klängen kirgisischer Volkslieder lauschen. Die Tour führt Sie rund um den Issyk-Kol See und beginnt an dessen Nordufer.

Radelnd bleibt genügend Zeit zum Genießen der überwältigenden Natur. Sie wandern, können reiten (lernen) oder ein Bad im Issyk-Kol See nehmen. Beim Besuch von Hirten, die im Sommer ihr Vieh in den Bergen hüten, erfahren Sie, wie Kymys, das Nationalgetränk aus gegorener Stutenmilch hergestellt wird.

Eine Reise in Kirgisien mit Ecotour ist außergewöhnlich und unvergesslich. Diese Reise bietet sich für Menschen an, die fremde, unbekannte Länder kennen lernen möchten, die Menschen begegnen wollen, sich für andere Lebensgewohnheiten interessieren, Ruhe und Berge lieben und es vorziehen in kleinen Gruppen zu reisen und nicht unbedingt auf Luxus bestehen.

Schwierigkeitsgrad der Tour
Die Touren eignen sich für Radler, die an längeren Strecken gewöhnt sind, Bergstrecken bewältigen können und über eine gute Kondition verfügen. Durch die Ruhetage und aufgrund des abwechslungsreichen Programms sind die Touren für einen geübten Radler gut zu bewältigen. Für Radler mit guter Kondition, Bergerfahrung und wenig Scheu vor unerwarteten Ereignissen ist dies eine unvergessliche Erfahrung. Luxus steht nicht auf dem Reiseplan, dafür aber einige körperliche Anstrengungen. Die Reisen mit Level 4 führen teilweise über Sand- und Schotterpisten und einige Bergpässe über 2.200 m. Sie stellen höhere Ansprüche an die Teilnehmer als die Tour mit Level 3, bei der größtenteils befestigte Wege befahren werden. Allerdings müssen auch hier Pässe über 2.200 m überwunden werden.

Unterkunft
Sie übernachten in Gästehäusern, bei ortsansässigen Familien oder in Jurtencamps.

Ruhetage:
Während der Ruhetage können sie die Umgebung oder die Stadt näher kennen lernen.

Fahrrad:
Wenn Sie Ihr eigenes Fahrrad mitbringen, empfehlen wir wegen der oft schlechten Wege ein Mountainbike oder ein stabiles Trekkingrad mit breiten Reifen.

Gruppenreise mit Begleitauto und Dolmetscher:
Mindestteilnehmerzahl sind 4, Höchstteilnehmerzahl 8 Personen. Durchschnittlich werden etwa 60 km pro Tag zurück gelegt. An zwei Tagen werden etwa 92 km gefahren, jedoch in recht flachen Gebieten. Sollte das Tagespensum zu anstrengend sein, kann es auf Wusch der Gruppe gekürzt werden oder länger Pausen gemacht werden. Wir betonen diese Möglichkeit, da der Schwerpunkt der Reise nicht nur auf dem Radfahren liegen soll. Der kontakt zur kirgisischen Bevölkerung, der Genuss der malerischen Landschaft und andere Aktivitäten, wie wandern oder schwimmen, stehen auch auf dem Programm. Ihr Gepäck wird mit einem Auto transportiert. Außerdem werden Sie von einem deutsch- oder englischsprachigen Dolmetscher begleitet, der Ihnen bei der Kommunikation mit ortsansässigen Leuten zur Hilfe kommt.

Individualreise ohne Begleitauto und Dolmetscher:
Sie können diese Tour auch als Individualreise, d.h. ohne Begleitauto buchen. Sie transportieren in diesem Fall Ihr Gepäck mit auf dem Fahrrad. Mit Hilfe einer Karte und Wegbeschreibung fahren Sie von einem Übernachtungsort zum nächsten. Die Ankunft am Übernachtungsort wird gegen 16 bis 18 Uhr erwartet. Sie reisen ohne Dolmetscher. In den Jurtencamps sind jedoch meist Dolmetscher zugegen, die Ihnen dann auch gerne behilflich sind. Bitte bringen Sie ein Handy mit und kaufen sich in Bischkek eine kirgisische Sim-Karte. So sind sie unterwegs erreichbar und können im Büro von Ecotour anrufen, wenn Sie Hilfe brauchen.

Leistungen:
Im Preis sind alle im Programm genannten Leistungen ab Ankunft am Flughafen bis zum Abflug enthalten. Nicht inklusive sind der Flug, das Visum und alkoholische Getränke, sowie bei Tour 2 am freien Tag in Bischkek (Tag 21) das Mittagessen.

Das Visum können Sie ganz unkompliziert nach der Ankunft am Flughafen in Bischkek erhalten. Der Flugpreis hängt außer von der Fluggesellschaft davon ab, wie früh Sie den Flug buchen. Bis Ende 2009 waren Hin- und Rückflug Tickets schon für etwa 480 Euro zu haben.

Reiseverlauf

Achtung: Der beschriebene Reiseverlauf bezieht sich auf die im Juli und August stattfindenden Touren. Da in der Hochsaison ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht, beginnen die Touren im Sommer nicht in Boom, sondern in erst in Bosteri. Während der Hochsaison haben Sie in einem der Jurtencamps daher einen Ruhetag mehr. Die Tour im Mai beginnt schon in Boom anstatt in Bosteri.

Tag 1 Abflug aus Deutschland.
Tag 2 Ankunft in Bischkek. Nachmittags Stadtbesichtigung und Vorbereitung der Fahrräder. Übernachtung im Gästehaus.
Tag 3 Abfahrt mit dem Kleinbus nach Bosteri. Übernachtung bei einer Familie.
Tag 4 Fahrt nach Ananiewo entlang des Ufers des Issyk-Kol, keine Steigung, 49 km Asphaltstraße, die letzten Kilometer Sandweg. Übernachtung bei einheimischen Familie oder in einer Jurte.
Tag 5 Nach Karakol, der größten Stadt am Issyk-Kol See. Sehenswürdigkeiten: Dunganen Moschee und die Russisch-Orthodoxe Holzkirche. 92 km über Asphalt, leichte Steigung. Übernachtung im Gästehaus.
Tag 6 Besuch des berühmten Tiermarktes in Karakol. Weiter zur Jurtensiedlung Dscheti-Ogus: durch eine enge Schlucht geht es entlang eines Bergflusses auf 2.250 m Höhe. Die erste starke Steigung zum wunderschön gelegenen Jurtencamp. 20 km Asphalt und 16 km unbefestigter Weg.
Tag 7-8 Ruhetage in der Jurtensiedlung. Die Gegend ist waldreich, ganz nah sind die berühmten roten Felsen ‚Die Sieben Ochsen’ und ‚Das Gebrochene Herz’. Im nahe gelegenen Dorf können Sie ein noch teilweise betriebenes Sanatorium aus der Sowjetzeit besuchen.
Tag 9 Nach Kichi-Jagylichak. Zu Beginn ein 23 km Abstieg zur Hauptstraße, dann 29 km Asphaltstraße. Tagespensum insgesamt 75 km. Sie fahren von jetzt an entlang des Südufers. Übernachtung bei einer einheimischen Familie.
Tag 10 Nach Manjyly, ein trockenes Halbwüstengebiet. Übernachtung in der Jurte. Etwa 57 km Asphaltstraße, dann noch die 2 km Sandweg. Tagespensum 59 km.
Tag 11 Zum Dorf Bokonbaevo (1.600 m), 13 km Asphaltstraße. Von dort in die Berge zur Jurtensiedlung Temir-Kanat, 20 km Feldweg. Vom Dorf Temir-Kanat zur Jurtensiedlung ist es ein kurzer steiler Anstieg, möglicherweise müssen Sie zu Fuß gehen.
Tag 12-13 Freizeit im Jurtencamp: Zeit sich zu erholen, zu wandern, reiten (zu lernen) und kirgisische Musik zu hören. Evt. Haben Sie die Möglichkeit Reiterspiele anzusehen.
Tag 14

Level 3 Touren: Aufenthalt in Temir-Kanat.
Level 4 Touren: Abstieg zum See, 30 km Feldweg. Fahrt zur Jurtensiedlung Ak-Say am Ufer des Issyk-Kol Sees (1.600 m). Die letzten 12 km durch eine Schlucht über Sand und Schotter. Tagespensum 42 km. Das Jurtencamp Ak-Sai liegt in einer Halbwüste am Ufer des Issyk-Kol Sees. Hier können Sie wandern und schwimmen.

Tag 15

Level 3 Touren: Fahrt von Temir-Kanat nach Ak-Sai. Tagespensum 42 km. Beschreibung s. Tag 14 Level 4.
Level 4 Touren: Aufenthalt im Jurtencamp Ak-Sai.

Tag 16

Level 3 Touren: Aufenthalt in Ak-Sai.
Level 4 Touren: Von Ak-Sai zum Jurtencamp Tuura-Suu auf 2.250 m. Insgesamt 45 km über einen schwer zu fahrenden, steinigen Weg.

Tag 17

Level 3 Touren: Aufenthalt in Ak-Sai. Mit dem Fahrrad zu einem Salzsee. Insgesamt 24 km (hin und zurück).
Level 4 Touren: Aufenthalt im Jurtencamp Tuura-Suu. Möglichkeit zu wandern, zu reiten oder traditionelle kirgisische Musik zu hören.

Tag 18

Level 3 Touren: Von Ak-Sai nach Kara-Talaa, einem Dorf am See. Übernachtung bei einheimischer Familie. Tagespensum etwa 58 km.
Level 4 Touren: Aufenthalt in Tuura-Suu.

Tag 19

Level 4 Touren: Von Tuura-Suu Fahrt zur kleinen Stadt Kochkor. Zuerst 25 km Feldweg herunter zum See. Dann folgt eine schlechte Asphaltstraße. Tagespensum 97 km. Übernachtung bei einheimischer Familie.
Level 3 Touren: Von Kara-Talaa Fahrt auf einer schlechten Asphaltstraße zur kleinen Stadt Kochkor. Tagespensum 72 km. Übernachtung bei einheimischer Familie.

Tag 20 Nach Boom, 48 km, entlang eines Stausees über einem Pass auf 2.200 m Höhe. Nach dem Abstieg werden Sie mit dem Auto abgeholt und nach Bischkek gefahren.
Tag 21 Freier Tag in Bischkek. Möglichkeit zum Einkaufen auf dem Osch-Basar. Mittagessen nicht inklusive. Abends Abschiedsessen.
Tag 22 Abreise von Kirgistan.
   

 

Wir bitten Sie um Verständnis, dass u. U. kleine Programmänderungen nötig sind.

Bei einer Buchung für 4 oder mehr Personen gewähren wir Ihnen einen Preisnachlass von 5%.

Im Fall, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, können Sie die Reise bei Zahlung eines Aufpreises von 150 Euro p.P. auch mit weniger Personen als Tour mit Begleitauto und Dolmetscher antreten.

 

Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgisien ist eine westlich orientierte Demokratie. Hier leben ca. 5 Millionen Menschen, von denen die Mehrheit Kirgisen sind.

Die Hauptstadt Bischkek hat ca. 1.000.000 Einwohner. Über 90% der Landesfläche liegen höher als 1000 m, 36% sogar höher als 3000 m. Kirgisien grenzt an China, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan.

75% der Bevölkerung ist moslemisch, 20% russisch-orthodox und 5% hat eine andere Religion. In der Politik spielt die Religion allerdings kaum eine Rolle.

Bekannt sind über 300 Vogelarten wie Ibisschna-
bel, Himalayakönigshuhn, Streifengans, Mönchsgeier, Tien-Shan- und Grünlaub-
sänger, usw. Schneeleopard, Isabell-Braunbär und der Manul leben verborgen in den entlegenen Regionen.

Die Kirgisen sind ein sehr gastfreundliches Volk, für die Zeit kaum eine Rolle spielt. Sie betreiben haupt-
sächlich Viehzucht. Die traditio-
nelle Nomadenkultur hat bis in die Gegenwart überlebt, ein Teil der Familie zieht im Sommer mit Jurte und Vieh in die Berge.

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